Historie schließen

Die Gründerin

Olga Freiin von Lützerode (1836 – 1917) gründet in einem gemieteten Doppelhaus in der Eichstraße die „Krankenpflegerinnen-Anstalt zu Hannover“ aus eigenen Mitteln und gibt ihr den Namen Clementinenhaus – abgeleitet von clementia dei, die Gnade Gottes.

Bereits 1876 wird die Schwesternschaft dem „Rothen Kreuze" unterstellt, 1882 auch das Krankenhaus.

Die „Krankenpflegerinnen-Anstalt zu Hannover“ wird von der Schwesternschaft in Form einer „milden Stiftung“ fortgeführt. Stiftungszweck: „Ausbildung in der Krankenpflege für den Schwesternberuf, Bereitstellung von Schwestern im eigenen Haus ...“

Bezug des neugebauten Mutterhauses und Krankenhauses Clementinenhaus mit zunächst 46 Betten. Der Bau wurde ermöglicht durch Spenden von Florence Nightingale, Wilhelm Busch, Sir Joseph Lister, Kaiser Wilhelm I. und Kaiserin Augusta.

Einweihung des Feierabendhauses für pensionierte Schwestern durch Kaiserin Auguste Victoria. Das Grundstück ist „zu diesem Zwecke hochherzigerweise vom Magistrat der Stadt Hannover dem Clementinenhaus geschenkt“ worden.

Vergrößerung der Krankenpflegeschule mit Erhalt der staatlichen Anerkennung. Die Straße „Am Clementinenhaus“ wird zu Ehren von Olga von Lützerode und zum 25-jährigen Jubiläum der Schwesternschaft in „Lützerodestraße“ umbenannt.

Erster Weltkrieg

Von 1914 bis 1918 erfolgt die Einrichtung eines Vereinslazarettes mit 100 Betten, es stehen nur wenige Betten für ein „ziviles“ Krankenhaus zur Verfügung. Einsatz von 67 Schwestern im Westen und Osten, insbesondere in Konstantinopel sowie in Lazarettzügen und in heimischen Festungs-, Reserve- und Vereinslazaretten

Das Grundstück Edenstraße 60 wird erworben. Eine Erweiterung des Krankenhauses ist möglich, da die Unterkünfte für Ärzte, Schwestern und Hauspersonal dorthin verlegt werden. Ende der 30er Jahre verfügt das Krankenhaus über 150 Betten.

Zweiter Weltkrieg

100 Mutterhausschwestern und 100 Hilfsschwestern werden im Wehrmachts-Sanitätsdienst eingesetzt. Einrichtung eines Teillazarettes im Clementinenhaus, welches im Frühjahr 1945 fast völlig zerstört wird. Aufnahme von Schwestern aus den Ostgebieten. Alle in Gefangenschaft geratenen Schwestern kehren gesund zurück.

Wiederaufbau

Der planmäßige Wiederaufbau des Krankenhauses und des Schwesternwohnheims beginnt. Wiedergründung der Schwesternschaft als eingetragener Verein unter dem Namen „Deutsches Rotes Kreuz Schwesternschaft Clementinenhaus e. V.“

Bis dato war die Schwesternschaft alleiniger Träger des Krankenhauses, nun wird dieses von der Stiftung „DRK Clementinenhaus – Krankenpflegerinnenanstalt für das Land Niedersachsen“ geführt. 1976 Umbenennung in „DRK-Krankenhaus Clementinenhaus“.

Fortführung der Baumaßnahmen im Clementinenhaus. Das Krankenhaus wird um einen Bettentrakt erweitert und aufgestockt, so dass ca. 250 Betten zur Verfügung stehen.

Neue Schwestern

Zusammenlegung der Cornelien-Schwesternschaft Hameln (ehemals Posen) und der DRK-Schwesternschaft Clementinenhaus Hannover. „Die Cornelien-Schwestern sind ohne Zögern damit einverstanden, dass der Name ‚Schwesternschaft Clementinenhaus‘ erhalten bleibt.“ Einige Cornelien-Schwestern nehmen daraufhin ihre Arbeit im Clementinenhaus auf.

Erweiterungsbauten für die Intensivstation und Station 1 (heute IMC und CPU). Anfang der 1990er Jahre ist die Intensivstation die modernste in Hannover. 1992 wird ein Linksherzkathetermessplatz eingerichtet.

Zeitgleich findet die umfangreiche Sanierung des Altenheims statt.

Die beiden DRK-Schwesternschaften Clementinenhaus in Hannover und Grenzmark in Hildesheim (ehemals Gnesen) werden unter Weiterführung des Namens „DRK-Schwesternschaft Clementinenhaus e.V.“ zusammengeschlossen.

Generalsanierung

2006 erfolgt die Grundsteinlegung für eine vom Land Niedersachsen mit 24,5 Millionen Euro geförderte Generalsanierung. Die Arbeiten erfolgen bis 2011 bei laufendem Krankenhausbetrieb. Anfang 2012 ist die Sanierung beendet und das Clementinenhaus gilt als modernstes Krankenhaus in Hannover.

Preisträger

Bronze für das Clementinenhaus: Beim renommierten Ludwig-Erhard-Preis (LEP), der jährlich als nationale Auszeichnung für exzellente Unternehmen und Organisationen in Deutschland vergeben wird, belegt das Haus Platz 3 in der Kategorie Mittlere Unternehmen.

Im Juli 2014 wird nach nur 14 Monaten Bauzeit der Geriatrie-Anbau eingeweiht.

Über den Jahreswechsel erfolgt der Einsatz eines Mitglieds der Schwesternschaft bei der Ebola-Epidemie in Sierra Leone / Afrika.

Anfang des Jahres wird das Clementinenhaus Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover. Im Juni folgt die Ernennung zum Lehrkrankenhaus Pflege durch die FOM Hochschule für Oekonomie & Management.

Im Herbst beginnt auf dem Grundstück des ehemaligen Alten- und Pflegeheims Grenzmark die Errichtung einer Tagespflege mit 20 Plätzen und eines Wohnstifts mit 25 Wohnungen, ein Gemeinschaftsprojekt mit dem DRK-Kreisverband Hildesheim e. V.

Umzug

Die Krankenpflegeschule wird um 30 Ausbildungsplätze auf insgesamt 100 Plätze erweitert und zieht in neu angemietete Räumlichkeiten an der Hamburger Allee.

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